Leserbriefe

CD "Lieder für den Frieden"

In einem Schreiben wandte sich Gerold Sachse an den Bürgermeister von Fürstenwalde, Herrn Reim. Zugleich hat er uns das Schreiben zum Abdruck als Leserbrief zur Verfügung gestellt. Gerold Sachse (früher wohnhaft in Reinheim) lebt seit einigen Jahren in Fürstenwalde und ist Vorsitzender der PDS-Stadtverordnetenfraktion. Der Brief hat folgenden Wortlaut:

 Sehr geehrter Herr Reim,

Sie hatten in der Stadtverordnetenversammlung für den Erwerb dieser CD geworben mit den Argumenten "Fürstenwalder Bands", "Städtepartnerschaft", "Erlös für UNICEF".

Wer beschreibt aber mein Erstaunen, als ich das Vorwort Ihres Reinheimer Amtsbruders Hartmann las?

Da geht es ja überhaupt nicht um den Frieden, sondern um Hass und Volksverhetzung. Da wird ein gewählter Präsident eines unabhängigen Staates als Kriegsverbrecher tituliert, da wird suggeriert, die jugoslawische Bundesarmee sei in ein fremdes Land eingefallen.

Ich stelle nicht in Abrede, dass von ihr Verbrechen begangen worden sind, aber ich wehre mich gegen diese einseitige Art der Geschichtsklitterung.

Es ist keine Rede von albanischen Separatisten und von wem sie gehätschelt werden und wurden, da ist keine Rede von den Verbrechen, die sie begangen haben.

Und vor allem wird mit den nichtssagenden Worten “Die militärische Aktion im Kosovo ist beendet” der völkerrechtswidrige NATO-Krieg gegen Jugoslawien unter Beteiligung der Bundeswehr verschleiert, der, wie wir inzwischen wissen, fast nur zivile Ziele traf und das Flüchtlingselend im Kosovo erst richtig auslöste.

Ich gebe die von mir erworbene CD beiliegend zurück und werde auch im Freundes- und Bekanntenkreis dafür werben, dieses Machwerk nicht zu kaufen.

Es tut mir leid um die Bands, die möglicherweise gar nicht wussten, wozu sie missbraucht worden sind.

Mit freundlichen Grüßen

Gerold Sachse

 

Straßensperrung an der Geschwister-Scholl-Straße

Wie Sie in Ihrem Artikel selbst bemerken, wird die Straße nur für den Kfz-Verkehr, nicht aber für den Fußgänger- bzw. Radfahrerverkehr gesperrt. Durchschnittlich die Hälfte aller zurückgelegten Wege sind aber innerorts bzw. im Bereich bis zu fünf Kilometern und könnten daher problemlos von den meisten Menschen zu Fuß oder per Fahrrad erledigt werden. Auch kleine Kinder oder der Familieneinkauf können mit entsprechenden Gepäcktaschen, Kindersitzen bzw. einem Anhänger bequem per Fahrrad transportiert werden, wie es von einigen (leider sehr wenigen) Reinheimer Bürgern auch bereits praktiziert wird. Wenn die Mehrheit sich in dieser Weise umweltschonend verhalten würde, wäre vermutlich nicht nur die Aufregung um diese Straßensperrung sondern auch die Umgehungsstraße hinfällig und der Gemeinderat könnte sich wichtigeren Problemen zuwenden. Nur wenn ein Wohngebiet konsequent für den nichtmotorisierten Verkehr erschlossen, der Kfz-Verkehr aber genauso konsequent herausgehalten wird, können die Menschen die Vorteile umweltfreundlichen Verkehrsverhaltens nützen (Ruhe, saubere Luft, weniger Gefahr).

Wichtig wäre allerdings hierzu, daß an genügend vielen Stellen im Ort die Möglichkeit gegeben ist, Fahrräder an entsprechenden Ständern diebstahl- und standsicher abzustellen, wie es bisher nur am Bahnhof und vor dem Volksbankgebäude möglich ist. Außerdem müßte den Leuten z. B. endlich abgewöhnt werden, ihren Müll - insbesondere Flaschen - einfach auf die Straße zu werfen, was für den Radfahrer des öfteren zerschnittene Reifen bedeutet. Die Pflasterung, wie sie auf dem Bild von der im Bau befindlichen Pfostensperre zu sehen ist, stellt allerdings für Radfahrer nicht den idealen Straßenbelag dar, da das Pflaster grundsätzlich mit der Zeit uneben wird und sich dann im Gegensatz zu etwas welligem Asphalt scharfe Kanten bilden, die die Reifen stark angreifen.

Ulrich Schäfer, August-Bebel-Straße 10, Spachbrücken